Die Jugend muss in das heilige Freiheitsgebiet
der Guerilla,
in die Reihen der HPG einströmen
Wir
veröffentlichen das Interview mit dem Hauptquartierskommandenten der
HPG Dr. Bahoz ERDAL zum Thema Jugend und Beitritt zur Guerilla:
- Wie bewerten Sie die Entwicklung der
Beitritte im Jahr 2008? Aus welchen Bezirken gab es die höchste
Beitrittsrate, wie hoch ist der Altersdurchschnitt und aus welcher
Schicht gab es die meisten Eintritte?
Es ist eine Realität, dass im Jahr 2008 die Beitrittsrate zur
Guerilla sich erhöht hat. Wir können sogar sagten, dass seit 2000
die höchste Beitrittsrate im Jahr 2008 verwirklicht worden ist. Ein
Grund für die erhöhte Beitrittszahl ist das Verhalten der türkischen
Regierung gegenüber dem kurdischen Volk, ihre Vernichtungs- und
Verleumdungspolitik. Speziell das vergiften unseres Vorstandes, die
darauf folgenden systematischen, immer öfter vorkommenden
körperlichen und psychischen Angriffe haben bei den kurdischen
Jugendlichen einen Reflex ausgelöst. Hinzukommt, dass dies eine
grosse Antwort auf die Parallel laufenden Angriffe, Folter und
Druckausübung im Newroz 2008 seitens der türkischen
Sicherheitskräfte und die Gendarmeriekräfte ist, weiter wurden
Hunderttausende von Soldaten angehäuft, Operationen erweitert und
immer mehr schwere Waffen genutzt. Ohne Zweifel ist auch die
opferbereite und erfolgreiche Verteidigung und der Widerstand der
Guerilla im Süden und im Norden gegenüber den Angriffen des Feindes
und gegenüber den Operationen ausschlaggebend für alle Schichten
unseres Volkes gewesen. Auch haben diese Aktionen in allen Schichten
des Volkes einen positiven Anklang gefunden, das war auch ein
wichtiger Grund für die Höhe Zahl der Beteiligung. Der wichtigste
Faktor für die Beteiligung ist aber, dass die Widerstände, wie im
Herbst des Jahres 2007 in Gabar und Oramar beginnend, im Zap weiter
geführt haben und im Sommer mit den Aktionen in Amed, Faraşin und
Bezele fortgeführt worden sind, seitens der Guerilla stark und mit
guten Ergebnissen durchgeführt werden. Aus allen Teilen von
Kurdistan beteiligen sich Menschen an der Guerilla, aus den
Metropolen der Türkei und aus dem Ausland. Dies zentralisiert sich
nicht nur auf ein Gebiet oder Region oder einen Kreis. In allen
Bereichen, in denen Kurden leben, die sich an diesem Kampf für ein
Leben mit Stolz beteiligen wollen, fliessen die Jugendlichen in die
Berge. Interessant ist aber, dass mehr Beteiligte aus den Orten
hinzukommen, in denen es AKP Verwaltungen gibt, die Ort in denen die
AKP mehr Wählerschaft hatte, wie zum Beispiel in Van und Siirt.
Zugleich auch die hohe Beteiligungsrate aus den Metropolen der
Türkei. Das was wir hierzu sagen wollen ist, dass die Vernichtungs-
und Verleumdungspolitik der AKP Regierung somit offen dargestellt
werden kann. Wir sehen die Realität eines Volkes und ihre
Willenskraft. Im heutigen Kurdistan kämpfen Menschen jeden Alters
und aus jeder Schicht des Volkes. Der Altersdurchschnitt der
Jugendlichen, die sich nach den Newrozfeierlichkeiten oder nach
Slogans wie “PKK ist das Volk, dass Volk hier her”, aktiver am Kampf
beteiligen möchten, lieget zwischen 18 und 25 Jahren. Es gibt auch
Beteiligung aus anderen Altersgruppen. Im Schwerpunkt ist das
Beteiligungsalter zwischen 18 und 25 Jahren. Diese Altersgruppe ist
im besten Alter für ein Guerilladasein und für die Regeln eines
Guerilla. In diesem Alter kann man am meisten leisten und aktiv sein.
Im allgemeinen beteiligen sich die Meisten in diesem Alter. Ein
anderer Grund aber ist die Bildung, es gibt viele die zur Schule
gehen, oder im akademischen Grade eine Bildung geniessen. Es gibt
eine grosse Gruppe, die in der Universität war, das Gymnasium
verlässt oder eine andere akademische Bildung verlässt, um sich am
Kampf zu beteiligen. Es gibt zugleich auch eine Beteiligung von
Arbeitern und von Personen mit Ausbildungen. Eben, es ist so, wie
wir es beschrieben haben, die Beteiligung an der HPG, an der HPG
Guerilla bezieht sich nicht nur auf eine Gruppe oder eine Klasse.
Aus allen Teilen der Gesellschaft, aus allen Klassen und aus beiden
Geschlechtsgruppen gibt es Teilnehmer. Die Beteiligung an der
Guerilla hat eine internationale und gesellschaftliche Form
angenommen.
- Welche Zeit war seit Beginn des Kampfes die
Zeit mit der grössten Beteiligung?
In den Zeiten, in denen die PKK Bewegung ihre Anfänge hatte, hier
muss man natürlich die Situation von Kurdistan und dem kurdischen
Volk vor Augen halten; das Erwachen in Kurdistan, das Wiederleben
und der nationale demokratische Bewegungskampf. Durch die Entstehung
der PKK ist eine neue Philosophie, eine neue Ideologie entstanden.
Bis zum 15. August 1984 hat sich die Beteiligung an der PKK aus den
Metropolen zusammen gesetzt, aus Studierenden und aus Personen, die
in Kurdistan als Lehrer eingesetzt waren oder aber auch Ausbildungen
erlernt hatten. Unser bewaffnete Kampf, der am 15. August seinen
Beginn hatte, hat sich zuerst in Botan organisiert. Aus diesem Grund
hat sich die Beteiligung zwischen 1984 – 1990 neben den Metropolen,
aus den ländlichen Gebieten Kurdistans zusammen gesetzt. Es war
einfach aus dem ländlichen und bergigen Gebieten sich an der
Guerilla zu beteiligen, es lag auch daran, dass damals eine grosse
Mehrheit aus dem ländlichen Gebiet kam. In der Zeit zwischen 1990
und 1994, als in Kurdistan der “Ausnahmezustand” ausgerufen wurde,
zugleich die Morde durch unbekannte Täter zu nahmen und die Dörfer
wurden geleert, kam eine Explosion bei der Beteiligung zustande. In
diesen Jahren gab es eine Beteiligung aus allen Schichten der
Gesellschaft, aus den Dörfern, den Metropolen, den ländlichen
Gebieten, den Städten, aus Kurdistan und der Türkei. In der gleichen
Phase beteiligten sich die Frauen in grossen Gruppen, die erhöhte
natürlich auch enorm die Quantität. Mit anderen Worten, in den
Jahren, in denen der Terror und die Gewalt des türkischen Staates
höchste Masse erreicht hatten und der Krieg begann, gab es die
höchste Zahl der Beteiligung. Nach dieser Zeit gab es eine grosse
Beteiligung, in dieser Phase konnte sich die PKK zu einer Armee
formen.
Eine andere Phase, in der es eine grosse Beteiligung gab, war im
Jahre 1999, als das internationale Komplott verwirklicht worden ist.
Jugendliche aus allen Teilen Kurdistans, aus dem Norden und allen
anderen vier Teilen, kamen die Jugendlichen in Scharren. Alle
Beteiligungen im Jahr 1999 gelten als Antwort für das Komplott, dass
gegen unseren Vorsitzenden verwirklicht worden ist. Die Jugendlichen
sind in Gruppen in die Berge gekommen und haben sich beteiligt.
Als drittes hat sich die Beteiligung in den Jahren 2007-2008 erhöht.
Es wurde eine Phase, in der der Staat unserem Vorsitzenden, unserer
Bewegung und unserem Volk gegenüber immer mehr und ununterbrochen
eine Vernichtungs- und Verleumdungspolitik entwickelt hat. Dies
zeigt, dass in den Zeiten, in denen die türkische Regierung den
grössten Druck ausgeübt hat, die grösste Beteiligung zustande
gekommen ist. Dies wiederum zeigt die Realität, dass man mit Krieg,
Vernichtung und Verleumdungspolitik gegenüber dem Volk aus Kurdistan,
dieses nicht zum zurückziehen veranlassen kann. Aus diesem Grund
wird heute Başbuğ die Beteiligung nicht verhindern können und kann
es auch nicht.

- Zu welcher Zeit gab es am wenigsten
Beteiligung?
In jeder Phase gab es Beteiligung in die Guerilla. Die Beteiligung
ist kontinuierlich. Manchmal ist sie durch den Einfluss der Phasen,
mehr und manchmal weniger gewesen. Zuletzt ist aber die Guerilla
eine Formation, an der man sich immer beteiligt hat, in jeder Phase
und unter jeden Umständen gibt es immer eine Beteiligung. Wir können
aber sagen, dass die Beteiligung in den Jahren 2000 – 2004 niedriger
waren als in den anderen Phasen. Die grösste Rolle hat hierbei der
Ausruf unseres Vorsitzenden geführt, den Krieg zu unterbrechen und
von Nord Kurdistan nach Süd Kurdistan zurück zu weichen. In dieser
Phase wurde der bewaffnete Krieg teilweise auf Eis gelegt, unser
Vorsitz hatte eine demokratische und politische Lösungsphase
gestartet. Wieder in dieser Phase hatte das kurdische Volk eine
dahingehende Hoffnung, dass in der türkischen Regierung eine
friedliche und demokratische Lösung gefunden werden kann. Aus diesen
Gründen war die Beteiligung in diesen Jahren kleiner.
- Wie ist die Beteiligung ausserhalb der
Türkei und dem Norden in Kurdistan?
Wenn wir die Beteiligung zur Guerilla graphisch darstellen wollen,
hat sie sich beim Beginn der Bewegung und der Organisationsphase bis
zum 15. August 1984 aus Schülern, Studenten, mehrheitlich aus
Personen aus dem, aus Kurden und Türken zusammengesetzt. Nach dem
15. August 1984 haben sich Schüler aus West Kurdistan an der
Bewegung beteiligt und bis zu den 90er Jahren hat sich diese Zahl
erhöht und auch eine gesellschaftliche Form angenommen. Nach 1988,
speziell mit den 90er Jahren zusammen, haben sich Beteiligungen aus
Süd Kurdistan, die sich aus Schülern und Arbeitern zusammensetzten,
hinzugefügt. Bis aber 1999, in dieser Phase hat sich eine starke
Beteiligung aus Nord, Süd und West Kurdistan zusammengesetzt, gab es
fast keine Beteiligung aus Ost Kurdistan. Es gab eine kleine und
begrenzte Beteiligung aus Ost Kurdistan. Nach dem Komplott gegen
unseren Vorsitzen hat sich unser Volk aus Ost Kurdistan
verantwortlich gefühlt und Volksaufstände durchgeführt, eine grosse
Beteiligung kam zustande. Mithin hat man sich verantwortlich für den
Vorsitz und für die Guerilla gefühlt, ein gesellschaftliches
Erwachen und Wissen ist entstanden. Auf der anderen Seite hat es mit
dieser Phase beginnend gruppenhafte Beteiligungen gegeben. Bis zum
heutigen Zeitpunkt gibt es grosse Beteiligungen aus Ost Kurdistan.
In Zusammenhang mit diesen Beteiligungen spricht die türkische
Regierung davon, dass in letzter Zeit in die Reihen der PKK
Beteiligungen aus anderen Teilen, mit ihren Worten ausländische
Beteiligungen, sich gemehrt haben. Sie behaupten auch, dass die
Beteiligung in die PKK aus Nord Kurdistan zurück gegangen sei. Sie
halten es auch in der Tagesordnung, dass die PKK unter der Führung
von fremden Kräften sei und versuchen dies als eine Schwäche der PKK
zu verbildlichen. Es ist eine Realität, dass die Beteiligung aus
Nord, Ost und West Kurdistan in den letzten zwei Jahren zugenommen
hat. Die Beteiligung aus den anderen Teilen zeigt, dass die PKK
nicht nur in Nord Kurdistan oder auf der türkischen Plattform
organisiert ist. Dies zeigt auch den Einfluss der PKK in allen vier
Teilen Kurdistans. Dies wiederum ist der der Beweis dafür, dass sich
die PKK aus einem breiten und kräftigen gesellschaftlichen und
nationalen Grundstock nährt. Die PKK hat dadurch auch unter Beweis
gestellt, dass sie nicht nur in einem Teil von Kurdistan, sondern
verteilt auf Teile eine nationale Bewegung ist und überall wo Kurden
leben verwurzelt ist. Die Beteiligung aus den anderen Teilen ist
nicht die Schwäche der PKK, sondern ihre kräftige Seite. Das ist der
Beweis dafür. Diese Beteiligungen zeigen die Bindung zur PKK und zum
Vorsitzenden APO.
- Gibt es Verständigungsschwierigkeiten in der
Guerilla durch die Beteiligung aus den anderen Teilen?
In den ersten Phasen gab es Schwierigkeiten, weil die Beteiligten
aus den anderen Teilen Kurdistans jeweils von der Hunderte von
Jahren bestehenden Assimilationspolitik des jeweiligen Landes
beeinflusst und geprägt worden sind. In den ersten Phasen haben sich
manche Jugendliche fremd gefühlt. Speziell beim Lesen und Schreiben
gab es Schwierigkeiten. Im allgemeinen haben die Jugendlichen die
Schrift und die Sprache des jeweiligen unterdrückenden Landes
gesprochen, dies war auch der Grund dafür, warum es sprachliche
Schwierigkeiten gab.
Es gab auch den Einfluss der Sippen und der Regionen. Es war nicht
einfach, die Jugendlichen davon loszureissen, aber durch die
Philosophie der Führung und auf ihre Ideologie basierend, hat es
einen grossen Vorsprung gegeben. Natürlich war auch die 25 jährige
Kampferfahrung der Guerilla und die Bildung von ihnen ein wichtiger
Faktor. Dies hat ein national fortgeschrittenes Bewusstsein und eine
ideologische Tiefe mit sich gebracht. Es wurde ein grosses Bestreben
darin gesetzt, eine Gesellschaft zu werden. Es sind sehr gute
Ergebnisse und einflussreiche Fortschritte erzielt worden. Es sind
nationale, demokratische und menschliche Werte entstanden. Der Punkt
an dem man nach Streben und Einsatz gelangt ist sehr wichtig. All
diese entstandenen Werte sind zum Anziehungs- und
Zusammenkunftszentrum geformt worden. Die Schwierigkeiten aus der
Vergangenheit sind überstanden. Ganz im Gegenteil sind diese
Situationen in allen Guerillaeinheiten nicht Nach- sondern Vorteile
und eine Bereicherung geworden. Jetzt ist es so, dass in irgendeiner
Guerillaeinheit Kurden mit vielen Sprachen, Kurden mit Dialekten wie
kurmanci, zazaki und sorani zu finden sind. Zugleich kann man auch
Guerilla finden, die türkisch, arabisch, persich und auch andere
Sprachen sprechen. Diese Einheit zeigt das erreichte Niveau der
Guerilla und ihre Kraft. Durch diese Einheit wird es einfach alle
Gesellschaften, Völker und Kulturen zu erreichen. Es ist ein Vorteil.
Eine
andere Schwierigkeit aus der Vergangenheit war die Schwierigkeit
zwischen den Jugendlichen aus den Schulen und aus den Dörfern.
Speziell in den 90er Jahren kam das mehr zum Vorschein. Dies hatte
seine Gründe. Ein Grund war, dass bis zu den 90er Jahren die
Beteiligung mehrheitlich aus Studenten zustande gekommen war. Später
aber, als wir uns den 90er Jahren genähert haben, haben sich viele
aus den Dörfern, vor allem aus Botan und Colemerg, beteiligt. In
dieser Phase gab es zwischen den Beteiligten aus den Dörfern und
denen aus den Schulen bestimmte kulturelle Anpassungsschwierigkeiten.
Ein Teil kannte das Gebiet, kannte die Umstände in den Gebieten und
den Bergen, sie sind dort geboren und aufgewachsen. Sie hatten keine
Schwierigkeiten sich anzupassen. Sie hatten aber Schwierigkeiten die
Philosophie der PKK, ihre Ideologie und ihre Tiefe zu verstehen. Auf
der anderen Seite waren die Jugendlichen aus den Schulen, die in den
Städten auf die Welt gekommen waren, zur Schule gegangen sind und
nicht an das Leben im ländlichen Gebiet und in den Bergen gewohnt
waren. Hinzukommt, dass sie einen gewissen Stand an wissen erreicht
hatten. Sie waren im theoretischen Bereich bereits an einem
bestimmten Punkt angelangt, aber hatten in den Praxis
Schwierigkeiten. Beide Teile mit ihren unterschiedlichen
Eigenschaften Schwierigkeiten, die Diskussionen mit sich brachten.
Dies ist aber auch mit reger ideologischer und theoretischer Bildung,
wie auch der Entwicklung zur Ganzheit überstanden worden. Und die
Beteiligten aus allen Schichten und Teilen nähren sich nun aus der
nationalen und demokratischen Kultur der PKK, sie haben eine
Perspektive. Mithin ist auch dieses Problem bewältigt worden.
Speziell die Jugendlichen, die sich jetzt beteiligen sind mit dem
revolutionären und nationalen Bewusstsein, dass unsere Bewegung
hervorgerufen hat, aufgewachsen. Dies wurde zu einem Vorteil für die
Jugendlichen, die sich beteiligt haben. Die Beteiligten aus der
letzten Phase haben bereits ein gutes Wissen, was den Kampf, die
Partei, die Unterdrückung und das Land betrifft. Weil die Jugend die
Realität der Guerilla kennt, werden in der letzten Zeit diese
Schwierigkeiten nicht mehr erlebt.
Ein anderes Anpassungsproblem gibt es zwischen den Männern und den
Frauen. Speziell die 90er Jahre sind die Jahre, in denen die Frauen
sich in Gruppen beteiligt haben. Weil in der kurdischen Gesellschaft
feudale Werte in der Oberhand sind, hat sich dieser Einfluss in den
Reihen der Guerilla gespiegelt. Es gab Fragen darüber, was für eine
Rolle die Frau im Guerillakampf und im nationalen Kampf spielen
könnte. Die Lösungen aber, die unser Vorsitz hervorgerufen hat,
beinhaltete auch die Lösung für die Gesellschaft, mithin die
Realität der Probleme der Frau und ihre Lösung wie auch die des
Mannes. Hinzukommt, dass die Frauen, durch die Kraft die sie dadurch
gewonnen haben, sich am Leben, an der Aktion, am Krieg und in den
anderen Bereichen beteiligt haben. Das hat auch eine wichtige Rolle
gespielt. Bei der Guerilla kann die Frau nicht nur kämpfen, sondern
auch zur Kommandantin werden, führende Rollen übernehmen. Es gibt
viele Frauen, die in den oberen Stufen wichtige Rollen spielen,
Hunderte sind heldenhaft als Märtyrer gefallen – sie gehören zum
Volk und zur Geschichte. Hinzukommt, dass bei der Frau, wie auch
beim Mann in einem hohen Grad eine Formung statt gefunden hat, ein
Bewusstsein für die Freiheit, ein Gleichberechtigungsbewusstsein und
ein Bewusstsein zum eigenen Geschlecht. Die Probleme, die in der
ersten Phase vorhanden waren, haben mit der Entstehung des Kampfes,
zusammen, auch den Weg für eine grosse Entwicklung, Erhellung und
Kräftigung geöffnet. Das ist nicht nur im Bereich der Guerilla
geschehen, dass hat sich auch auf die kurdische Gesellschaft
ausgeweitet und die Resultate können wir heute bei den
Volksaufständen, bei allen demokratischen Plattformen sehen.
- Wie fruchten die Versuche der türkischen
Regierung die Beteiligung zu verhindern nicht?
In den letzten 25 Jahren hat sich folgendes herausgestellt und
bewiesen: Der türkische Staat hat mit seiner Polizei Angst geweckt,
inhaftiert und gefoltert. Man hat so die versucht die Beteiligung zu
verhindern – sie haben es nicht geschafft und werden es auch nicht
schaffen. Wenn man dem ganzen seine Achtung schenkt, kann man
erkennen, dass die Guerilla am meisten Beteiligung erfahren hat, als
der Ausnahmezustand ausgerufen war, Morde durch Unbekannte
druchgeführt wurden, Dörfer verbrannt und der Staatsterror
unbegrenzt durchgeführt wurde. Die Zeiten in denen unsere Bewegung,
unsere Partei vernichtet und ausgelöscht werden sollte, in den
Zeiten, in denen es am meisten Operationen gab waren die Zeiten, in
denen sich die meisten beteiligten. So wie die gewalltvolle und
aufgezwungene Politik des Staates keine Früchte trägt, so wird auch
genau das Gegenteil verzeichnet. Wir können es bei Seite stellen,
dass die Beteiligungen sich mindern, ganz im Gegenteil, sie mehren
sich. Dies müssen İlker Başbuğ und auch Erdoğan verstehen. Wieso
gehen die Jugendlichen in die Berge? Wenn diese Frage nicht richtig
zu Herzen genommen wird, kann man die Beteiligung nicht stoppen. Die
grundlegenden Gründe für die Beteiligung in den Bergen ist
Verleumdung, Vernichtung und das Beharren darauf. Mit zur Mitte des
20 Jahrhunderts war die grösste Koloniebesatzung Britannien. Sie
hatten aber keine Politik, mit der Sprache und Kultur verboten wurde.
Sie hatten Respekt vor der Kultur des Landes, dass sie
kolonialisierten. Die Politik die der türkische Staat gegenüber
Kurdistan und dem kurdischen Volk verübt, überschreitet die
klassische Kolonieform. Das ist nicht nur eine militärische
Besetzung, auch nicht nur ein finanzielles Ausnutzen. Es ist etwas
ganz anderes. Es ist im Bezug auf die Sprache und der Kultur ein
Volksmord. Dies bedeutet, dass ein gesamthafter Genozid durchgeführt
wird. Dies bedeutet, dass die kleinste Reaktion hier gegen, die
kleinste demokratische Aktion als Terrorakt benannt und zum
Schweigen gebracht werden will. Diese Politik ist der grösste Faktor
dafür, in die Berge zu gehen. Wenn sie ein erst 5 Jahre altes Kind
in der Schule dazu zwingen, dass er sagt “Ich bin Türke, ich bin
Gerecht, ich bin Fleissig” und sie beginnen schon in diesem Jahre
ein Kulturgenozid durchzuführen, dann geht dieser auf die Berge, er
wird rebellieren sogar noch viel weiter gehen. Wenn du jeden Tag
versucht einem kurdischen Kind diese Worte sagen zu lassen, dann
wird er zu dem leicht greifenden Stein und zu Waffen greifen, er
wird seine Reaktion zeigen. Der Hauptgrund dafür, dass die Kinder in
den kurdischen Städten an den Volksaufständen teilnehmen, ist auch
der benannte. Başbuğ hat noch vor seinem Amtsantritt darüber
diskutiert, wie er die Beteiligung stoppen könne, er versuchte
Hindernisse, vorher genutzt und erfolglose Techniken noch mal
durchzuführen. Die Techniken die Başbuğ und Erdoğan anwenden, um die
Beteiligung zu verhindern, sind erfolglos, ganz im Gegenteil, sie
werden Grund für noch mehr Beteiligung sein. Wenn ihr jeden Tag den
Kindern das Türkischsein aufzwingt, wenn ihr mit Hunderttausenden
von Soldaten Kurdistan besetzt, Stellung beziehend Operationen
durchführt, werden sie weiter in die Berge kommen und sich immer
mehren. Wenn ihr solchen druck auf unser Volk verübt, wenn so viele
Menschen inhaftiert werden und wenn ihr verwegen darauf beharrt;
wenn das unmenschliche Verhalten gegenüber unserem Vorsitzenden so
weitergeführt wird, wird sich die Beteiligung immer mehrend
fortsetzen. Wenn die berechtigten und gerechten Rechte des Volkes
angegriffen werden, werden natürlich auch die kurdischen
Jugendlichen in die Berge gehen und niemand, keine Kraft hat die
Macht, das verhindern zu können. Wenn wirklich eine Diskussion
durchgeführt werden soll, die aufbauend ist und wenn auf dem
richtigen Grundsatz basierend der Gang in die Berge verhindert
werden soll, dass würde natürlich bedeuten, dass der Krieg beendet
werde, dann müssen die Gründe dafür genau betrachtet und abgewogen
werden. Es steht im Zusammenhang damit, dass die Lösung in der
kurdischen Frage glaubhaft ist und in der Form Schritte durchgeführt
werden, die unser Volk befriedigen. Eine solche Handlung könnte den
Gang in die Berge und diesen Krieg beenden.
- Der türkische Staat propagiert mit “nur
ungebildete gehen in die Berge”, wie bewerten Sie das?
Der türkische Staat versucht seit Jahren immer wieder die Berge mit
Zurückgebliebenheit und Ungebildetheit in Zusammenhang zu bringen
und versucht in der Gesellschaft ein solches Bild zu schaffen. Dies
ist eine vorsätzliche Haltung. In der Geschichte Kurdistans, in der
Geschichte der kurdischen Gesellschaft und in ihrem Bewusstsein sind
die Berge schon immer ein wichtiger und heiliger Ort gewesen. Sie
habens ich jahre lang in die Berge versteckt und konnten so sich
selbst, ihre Sprache und ihre Kultur schützen, sie haben Widerstand
geleistet. Die Berge sind so zu sagen der Stamm der Kurden. Die
Berge haben als natürliche Burg die Entnisierung der Kurden und ihr
Dasein als Volk bedeutet. In der kurdischen Gesellschaft haben die
Berge die gleiche Bedeutung wie der Widerstand. In Kurdistan hat man
vielen Bergen heilige Bedeutungen zu kommen lassen. Dies bedeutet
also, dass man die Kurden von den Bergen weg reissen will und vom
Widerstand. Speziell mit dem Kampf der PKK, mit dem Kampf der
Guerilla haben die Berge eine neue Bedeutung gewonnen. Sie haben als
Freiheitscharakter, als heilige Türme und Orte an Bedeutung gewonnen.
Seit 25 Jahren sind in den Bergen Kurdistans viele Kämpfe
durchgeführt worden, viele Heldentaten sind vollbracht worden,
grosse Aufstände haben stattgefunden und Welle um Welle, mit der
Entwicklung des Kampfes, sind in den Bergen im Namen der Menschheit
und der Freiheit viele Gewinne erzielt und verzeichnet worden. Es
wurden neue nationale und demokratische Werte geschaffen. Damit ist
auch die Guerilla, die in den Bergen Stellung bezieht, zum Hoffnung
des Volkes geworden. Es ist verständlich, dass der türkische Staat
die Berge zum Ziel genommen hat und auch die Berge schlecht macht –
auch das die Propaganda gemacht wird, dass die Beteiligten
ungebildet und unwissend seien.
Im Zusammenhang möchte ich folgendes anbringen: Zu aller erst
bedeutet der Gang in die Berge und der Beitritt zur Guerilla nicht
nur, dass man Waffen trägt. Der Gang in die Berge bedeutet, dass man
sich vom System löst, sich vom Leben des Systems löst, sich gegen
das Koloniesystem widersetzt. Dies bedeutet, dass der Gang in die
Berge und der Beitritt zur Guerilla eine bewusste Aktion ist,
unwissende Menschen können diese Aktion nicht durchführen.
Ungebildete Menschen sind diese, die der Staat mit ihrer Gewalt
unter Kontrolle bringt, die der Staat unterdrück und ausnutzen kann.
Zweitens, wenn nicht ein grosses philosophisches Wissen, ein
nationales demokratisches Bewusstsein, ein geschichtliches Wissen
und eine starke Willenskraft vorhanden wären, könnte niemand 24
Stunden in diesen Bergen verweilen, dort leben. Unter diesen
schweren Umständen und den vielen Angriffen des Feindes, ist es eine
Sache Menschen dazu zu überreden in den Bergen zu leben und sich zu
widersetzen sie werden die Menschen nicht mal in den Bergen halten
können. Nur die, die wirklich eine starke philosophische und
perspektivische Sichtweise beherrschen, die nationales Bewusstsein
haben, Liebe, Wissen über die Geschichte und eine gesellschaftliche
Persönlichkeit haben, können sich den Schwierigkeiten stellen und
sich an diesem heldenhaften Kampf beteiligen.
Als drittes, die Guerilla ist nicht das Areal, in dem man einfach
seine Waffe nimmt und kämpft. Vor allem ist die Guerilla ein Areal
zum Leben. Ein Gebiet in dem neues Leben geschaffen wird, neues
Leben erschaffen wird, das Gebiet in dem man Bewusstsein erlangt und
sich selbst kennt – das ist auch der Grund dafür, dass die Guerilla
eine grundlegende Bewegungsstelle ist. Von der Philosophie bis zum
Quantum, die Perspektive der Quantumphysik, zur Wissenschaft, die
Geschichte der Wissenschaft, die Weltgeschichte, die Geschichte der
Gesellschaft, der Mittlere Osten, bis zu den Geschichten der Türkei
und Kurdistans. In jedem Bereich und jedem Gebiet entwickelt sie
sich weiter. Zur gleichen Zeit gibt es ein Programm, dass in Kultur
und die Soziologie weiter bildet. Es gibt Unterricht in der Praxis
und militärische Bildung. Wir können ganz beruhigt sagen, dass ein
kurdischer Guerilla in zwei Jahren Ausbildung mehr über die
türkische Geschichte weiss, als ein türkischer General. Wir sind oft
Zeugen von kleinen Diskussionen zwischen den Guerilla und den
türkischen Generälen geworden, die über das Funk geführt worden sind.
Die Berge bedeuten für die kurdischen Jugendlichen das gleiche, wie
die Moschee für die Moslems, die Kirche für die Christen,
Wissenschaft für die Universität. Die Berge sind das Alles der
kurdischen Jugendlichen. Die Berge sind nicht der Ort der
Unwissensenden, sondern der Ort der Helden, die ein Bewusstsein
haben, die organisiert sind, die eine starke Willenskraft besitzen
und von denen, die Heldentaten vollbringen. Der Unwissenende ist
der, der diese Realität nicht versteht, dem keine Bedeutung geben
kann, der der nicht verstehen will. Ganz im Gegenteil ist das
Bildungssystem der türkischen Regierung, für die kurdischen
Jugendlichen, sogar für die gesamte Gesellschaft, kein Wissen,
sondern die Formung der Unwissenheit, eine Art Lügen als Bildung zu
formen. Wenn du zu einem kurdischen Jugendlichen jeden Tag, du bist
ein Türke sagst, und unbedingt darauf beharrst, ist das erlogen, ein
erlogenes Schulsystem. Die Wissenschaft und das Wissen werden
umgangen, ganz zurück gebliebene Dogmen werden gegründet, alles wird
auf Verleumdung basiert, das wird zu einem Bildungssystem, dass sich
an das System anpassen will und nicht dazu reicht, Wege zu
erleuchten. Ein Jugendlicher, der jeden Tag lügt kann keinen Vorteil
für die Gesellschaft bedeuten. Eine Person die das akzeptiert und
sich für eigen nennt, hat keine Perösnlichkeit. Dies zum Anlass
müssen die kurdischen Jugendlichen nein zu diese Slogan’s sagen.
Denn wenn eine Lüge durch Durck und Gewalt ausgesagt wird und die
Wahrheit dadurch vertuscht werden will, muss man sich dagegen stelle.
Der Bildungssystem der Türkei und ihr Programm basiert auf ein
sprachliches und kulturelles Genozid. Jede kurdische Familie muss
nein zu dem sagen und es reicht.
-
Wie bewerten sie die Reaktion der kurdischen Jugendlichen, nach den
letzten Übergriffen auf den Vorsitzenden? Was können sie in diesem
Zusammenhang sagen?
Bei genauer Beobachtung können wir sehen, dass die Übergriffe gegen
den Vorsitzenden APO, seit 2002, dem Jahr, in dem die AKP an die
Macht kam, immer mehr und stärker geworden sind. Die AKP ist mit der
Unterstützung der USA, der EU und Israel an die Macht gekommen.
Diese Kräfte sind zugleich auch die Kräfte, die die Gefangenschaft
unseres Vorsitzenden herbeigeführt haben. Diese Kräfte haben mit
einem Komplott versucht unseren Vorsitzenden und unsere Bewegung zu
vernichten und weg zu schaffen. Mit dem Widerstand unseres
Vorsitzenden, unserer Bewegung und unseres Volkes, ist der
internationale Komplott in grossem Masse wirkungslos geworden. Als
die, die das Komplott durchgeführt haben, dies gesehen haben, haben
sie die AKP mit ihrer unechten Islammaske, ihrem faschistischen und
rassistischen Gedankengut, an die Macht gebracht. Durch die AKP
haben sie noch einmal den Plan, unseren Vorsitzenden und unsere
Bewegung zu vernichten, erneut eingeleitet. Zuerst haben sie bzgl.
Imrali ein neues Gesetz im Juni 2005 hervorgebracht. Sie haben
Einzelhaft in der Einzelhaft verhängt. Die einzelne Zellenhaft hat
ihnen auch nicht gereicht. Im Jahr 2007 haben sie ihn vergiftet. In
diesem Jahr haben sie das Haar vom Vorsitzenden Apo gewalt
gebrauchend geschnitten. Danach haben sie ihn körperlich angegriffen.
Dies ist alles in der Führungszeit der AKP zustande gekommen.
Natürlich hat die Guerilla dann berechtigte Aktionen wie zuletzt in
Amed und Bezele durchgeführt. Sofort, als sie die Nachricht darüber
erhalten haben, dass unser Volk und unser Vorsitzende angriffen
worden sind, haben sie Volksaufstände durchgeführt. Genau in der
Zeit, in der der körperliche Angriff durchgeführt worden ist, ist
Erdoğan nach Kurdistan auf Reise gegangen, hat dies so erscheinen
lassen, als würde Ariel Sharon die Mosche auf die Achse gebracht
haben. Und Erdoğan wurde als PERSONA NON GRATA – als ungewollter
Mann – ausgerufen. Im Vordergrund die kurdische Jugend, hat unser
Volk von 7 bis 70 eine neue Aufstandsphase gestartet. Sie haben
Aufstände durchgeführt, die qualitativ und quantitativ weit über den
Aufständen waren, die in den 90er Jahren durchgeführt wurden. Die
kurdische Jugend soll wissen, dass bis zur Freiheit vom Vorsitzenden
APO und bis Kurdistan frei ist, der Freiheitskampf weiter geführt
wird. Deswegen muss die kurdische Jugend die Volksaufstände
organisieren und das Volk schützen, sie muss, egal wo sie ist, gegen
alle rassistischen Begebenheiten und Angriffe, ihre berechtigte
Verteidigung durchführen und ihre Rechte suchen und organisieren.
Sie müssen auf jede Situation vorbereitet sein.
Es gibt keine andere Möglichkeit, wenn es zur Freiheit kommen soll,
dann muss die Jugend in die heiligen Berge der Guerilla, in das
Gebiet der Freiheit – in die Kurdischen Berge kommen.